Beluga zu Tour 1
Reisebericht : Leinen los und los!
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Die Maas
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Über die Maas zu berichten, ist gar nicht so einfach, denn gleich wird sich die Frage stellen: welche Maas?
Von ihrer Quelle auf dem Plateau de Langres in Frankreich geht sie auf eine 950 km lange Reise durch Frankreich, Belgien und Holland bis sie sich endgültig in der Nordsee verliert.
Auf dieser langen Reise ändert sie einige Male ihren Namen.
In Frankreich heißt sie zwar la Meuse, doch das längste, schiffbare und kanalisierte Stück hieß früher Canal de l'est branche Nord und heute wurde es umbenannt in Maaskanal.
Warum man einem der schönsten Flüsse in Frankreich seinen Namen nahm, wird wohl immer ein Geheimnis der französischen Bürokratie bleiben. Auch Canal du Meuse wird ihr nicht gerecht, denn dieser Maaskanal und die Maas haben bis auf wenige Stellen ein gemeinsames Bett.
Auch die Belgier gehen nicht sehr feinfühlig mir ihr um. Von Lüttich bis Maastricht bauten sie einen Seitenkanal und nannten ihn Albertkanal. Weil sie jetzt in Holland durch die Province Limburg fließt, wird sie zur Limburgse Maas, allerdings erst dann, wenn der Albertkanal auf den Julianakanal getroffen ist und der sich bei Maasbracht wieder mit der Maas vereinigt. Neben den Kanälen ist die eigentliche Maas zu einem kleinen traurigen Rinnsal degradiert. Irgendwo, keiner weiß richtig zu sagen wo, hört die Limburgse Maas auf und heißt solange Maas, bis sie zur Bergse Maas wird, bevor sie im Hollandsdiep verschwindet.
Dann gibt es noch die Nieuwe Maas und die Oude Maas, die sind allerdings ganz woanders, irgendwo zwischen Dordrecht und Rotterdam.
Für mich ist und bleibt die Maas von ihrem Anfang bis zu ihrem Ende
"die Maas"!

Da sie ein gestauter Fluss ist, hat sich auch geringe Strömung. Das ändert sich natürlich sofort bei Hochwasser.
Bei Wassersportlern bekannt wurde die Maas durch die Maasplassen. Diese Maas-Seen sind allesamt Baggerseen. Große Teile der Seen und der umliegenden Landschaften stehen unter Naturschutz, doch Naturerhalt und Feizeitnutzung bekriegen sich hier nicht.
Sie sind ein Eldorado für Wassersportler, Erholungssuchende und Touristen aller Art.
Die Maasplassen sind jedoch so weitläufig, dass man nie den Eindruck von Touristenrummel und drangvoller Enge verspürt.
Die Maas ist aber auch ein Fluss auf dem hart gearbeitet wird. Entsprechend stark ist der Berufsverkehr. Maasbracht ist der zweitgrößte Binnenhafen der Niederlande.
Roermond, mit seiner bewegten Geschichte von Kelten und Römern ist unbedingt einen Besuch wert und in einem der vielen Häfen findet man auch ganz sicher einen Platz.
Was die Province Limburg vom Rest von Holland unterscheidet sind ihre Hügel. Keine Berge, aber sanfte Hügelketten mit viel Grün und Wald.
hier sind die Schleusen gut voll
In Maastricht senkt eine Schleuse die Schiffe 2 m in den Stadthafen 't Bassin ab. Mit 3,60 m Höhe kommt man gut durch die feste Brücke und liegt hier sehr gut und dicht an der Altstadt. Allerdings mit 1,60€ pro Meter Boot auch sehr teuer. Dafür bietet der Hafen jede Art von Versorgung einschl. Fernsehanschluss und einem W-Lan (noch mal 8 Euro)
Direkt vor dem neuen Stadthaus, zwischen der St. Servaasbrug und der Wilhelminabrug ist eine Verbindungsmauer, an der man kostenlos anlegen kann. Deshalb ist sie stark frequentiert, doch liegen ist hier sehr unruhig und ungeschützt.
Achtung:
Die holländischen Behörden machen verstärkt Kontrollen. Im Bassin wurde das uralte Funkgerät eines deutschen Wassersportlers beschlagnahmt, obwohl er es gar nicht benutz hatte. Roter Diesel im Tank wird sehr teuer.
Hafen t'Bassin
liegen an einer Mauer in der Maas



Die Schleuse Lanaye kurz hinter Maastricht ist bereits auf belgischem Gebiet. Hier muss man beim Schleusenmeister unbedingt das Permis de circulation ausstellen lassen.
Und, es geschehen noch Zeichen und Wunder, die Durchfahrt durch die Wallonie ist neuerdings gratuit, gratis, kostenlos.

Albert Kanal
Hier biegt die BELUGA auf die MEUSE ab (siehe Tourplan 2)
weitere Informationen: 43 Frankreich | 42.5 Tourplan für 2012 ab Roermond | weitere Informationen: Tourbeschreibung zu 1 | Tourbeschreibung zu 2 | Tourbeschreibung zu 3 | Tourbeschreibung zu 4 | Tourbeschreibung zu 5 | Tourbeschreibung zu 6 bis 8 | 42 Tourplan 2010 u 2011 | 40 Vorbereitung in Emden >>> |



