80.1 Kater Pedro
|
|
Von EZ-Redakteurin JANINE SCHALLER S0 49 21 / 89 00 415 vom 1. Juli 2010
|
|
Törn ohne Kater „Pedro“
Das Paar aus dem Ruhrgebiet startet jetzt (1.7.2010) die Reise von Emden aus in den Süden von Europa, mit gelegtem Mast durch die NL / B / F über die Donau ins Schwarze und Mittelmeer, die es letzte Jahr verschieben musste, weil sein Schiffskater in Emden weglief und es dann, nach
dem Wiederauffinden am 1.10.2009 zu spät für die Reise wurde.
Es fällt ihnen nicht leicht, ihren Kater „Pedro“ zu Hause zu lassen, dennoch starten Christa Meurer und Jürgen Riesen aus Unna voraussichtlich heute von Emden aus ihren mehrmonatigen Segeltörn, den sie schon letztes Jahr im August geplant hatten. Die Reise musste das Paar verschieben, weil sein Kater im Falderndelft vom Boot gesprungen und mehrere Wochen verschwunden war (die Emder Zeitung berichtete). „Es wäre schon schön, ein Tier an Bord zu haben, aber es geht nicht“, sagte Jürgen Riesen. „Pedro wird von der Nachbarschaft versorgt“, sagte Christa Meurer. Eine Nachbarin füttere den Kater nicht nur, sondern sorge auch für die oft eingeforderten Streicheleinheiten. Mit der in Cuxhaven registrierten „Delle“, die ihren Liegeplatz in Emden hat, soll es eventuell bis ins Schwarze Meer gehen. Zunächst stehen aber Belgien und Frankreich an. Am 30. Juli will das Paar aus Unna in Paris sein. „Ich will am Eiffelturm meinen 71. Geburtstag feiern“, sagte Jürgen Riesen. Wie lange die beiden auf Reisen sind, steht noch nicht fest. „Es kommt auf unsere Kräfte an und ob es uns nach Hause zieht“, sagte Jürgen Riesen. Der gebürtige Danziger hat das Segelschiff „Delle“ innerhalb von viereinhalb Jahren selbst gebaut. Mitte der 1990er Jahre war das 13 Meter lange und 3,50 Meter breite Segelboot fertig. Riesen: „Es ist so schmal (nur 3,55 m bei 12,80 m Länge) und wiegt nur 10 Tonnen, davon entfallen jeweils 3 Tonnen auf zwei Kiele als Kontergewicht. Während Jürgen Riesen seit seinem 18. Lebensjahr segelt, war seine Lebensgefährtin vor zwölf Jahren das erste Mal auf einem Segelboot. Im Winter möchte die 61-Jährige allerdings nicht auf dem Boot bleiben. „Ich könnte mir aber gut vorstellen, in Emden auf einem Hausboot zu leben. Wir haben uns schon informiert“, sagte Christa Meurer. Ob es tatsächlich heute losgehen kann, wussten die beiden noch nicht – es fehlte noch ein Ersatzteil für die Pumpe, die zur Motorkühlung notwendig ist. Wer die Reise von Christa Riesen und Jürgen Riesen in den nächsten Jahre verfolgen möchte, kann dies im Internet unter www.sy-delle.de - Eine Reise der LANGSAMKEIT - Städtereise a.d. Wasser BINNEN durch West- und Südeuropa, statt aussenrum, wie es fast alle Segler mit so einem Schiff machen und machen können, halt auch ein wenig dem Alte angepasste Reise in den Süden für den letzten Lebensabschnitt. |
|
| Die Segler Christa Meurer und Jürgen Riesen aus dem Ruhrgebiet sind überglücklich: Gestern haben sie ihren Kater „Pedro“ endlich wieder auf den Arm nehmen können. Das Wiedersehen im Emder Tierheim lief gestern Nachmittag nicht ohne Tränen bei Christa Meurer und mit anhänglichem Schmusen von „Pedro“ ab. Wie berichtet, war das zwei Jahre alte Tier im August an einem stürmischen Abend von der im Falderndelft liegenden Segelyacht „Delle“ gesprungen und seitdem verschwunden. Mehrere Zeitungsanzeigen, tägliches Absuchen der Umgebung und die Information von Polizei, Feuerwehr und andere Suchaktionen hatten keinen Erfolg gebracht. Daraufhin wandte sich das Paar aus Unna an die Zeitung. „Am Montag wurde Pedro von einer sehr tierlieben Familie aus der Benningastraße gefunden. Sie erinnerte sich an den Artikel in der Emder Zeitung und brachte ihn zum Tierheim“, sagte Jürgen Riesen, nachdem er sich bei den Emdern persönlich bedankt hatte. Im Tierheim hatte sich der Verdacht der Emder Finder bestätigt, dass es sich um den vom Schiff gesprungenen Kater handelt. „Pedro“ ist am Hals gechipt, wodurch er eindeutig identifiziert werden konnte. „Wir waren auf Norderney, als wir benachrichtigt wurden“, sagte Jürgen Meurer. Ihre Yacht hatten die Segler für einen neuen Anstrich in Emden gelassen und hatten die Fähre zur Insel genommen. „Im Tierheim waren alle so lieb und nett. Und ich möchte mich auch noch bei allen Emdern bedanken, die sich bei uns gemeldet haben, wenn sie meinten, unseren Kater gesehen zu haben“, sagte Jürgen Riesen. Am späten Nachmittag sind er und seine Lebensgefährtin mit „Pedro“ erst einmal zurück nach Unna gefahren. Dort wollen die Segler ein paar Wochen bleiben, bevor sie von Emden aus zu ihrem mehrmonatigen „Wasser-Camping“ starten. „Pedro bleibt dann aber, wie früher auch, zu Hause. Eine Tour mit dem Schiff wollen wir ihm nicht nochmal antun“, sagte Jürgen Meurer. Sind wieder vereint: Christa Meurer, Kater „Pedro“ und Jürgen Riesen. EZ-Bild: Wilken Donnerstag, 1. Oktober 2009 |
![]() |
|
|
![]() |
|
EMDEN Der Plan war einfach zu schön, um wahr zu sein: Es war einfach zu laut für Pedro. Auch die neue Umgebung machte ihm Angst“, stellte Riesen fest. |
weitere Informationen: 82 Roermond NL/Belgien 2011 | Ratte an Bord | Schleppfahrt | Ruderschaden | Motorschaden i.d.NL | 81 Emden-NL2010 b.Rünthe | 40 Vorbereitung in Emden >>> | bisheriges Seglerleben | weitere Informationen: die Nordsee | Kater PEDRO | Schräglage_46_Grad |




